LIVE LAUGH LOVE.
In regelmäßigen Abständen wird es hier um das Thema Lifestyle und Gesundheit gehen. Geschrieben aus echten Erfahrungen, die geteilt werden wollen. Mit ganz viel Witz, und Charme.
By Xenia Baldaser
Zwischen Kleinkindern, Haushalt und dem absoluten Wahnsinn
By Xenia Baldaser
MAMA dieses Wort ist so eingebrannt, wie nichts anderes. Früher hat man mich bei meinem Vornamen genannt. Heute bin ich MAAAMAA. Es ist schön- also ein wundervolles Gefühl unersetzlich zu sein, denn nur Mama kann oder darf heute z.B die Windeln wechseln. Wahnsinn. Ich wusste nicht, dass man gleichzeitig so viele Gefühle empfinden kann. Ich liebe meine Kinder, sie sind tatsächlich das wertvollste Geschenk in meinem Leben. Sie sind süß. Sie sind wundervoll und sie rauben mir gleichzeitig den letzten Nerv. Warum? Weil Mütter auch Mal Pause brauchen. Im Job kann man das häufig entscheiden- wann mache ich eine Pause. Aber als Mutter? Pause? Vielleicht, wenn die Kinder schlafen und auch das ist so unvorhersehbar. Ich dachte früher immer, dass es doch nicht sein kann, dass Kinder den Alltag bestimmen. Hm ... also jaein ... wenn sie krank sind ... wenn sie einfach nicht schlafen wollen.... wenn sie etwas anderes einfach nicht wollen... Es ist wirklich verrückt.
Aber am schlimmsten ist die Bewertung - die Erwartungen, die andere an dich als Mutter haben. Tu das so und tu das so ... sonst machen sie dies und das.. Diese wundervollen Ratschläge, die man sich einfach sparen könnte. Wieso? Weil jede Mutter und jedes Kind verdammt noch Mal anders ist! Und das ist gut so. Und Jede Mutter weiß, was ihr Kind braucht und was es nicht braucht und ich glaube fest daran, dass wir Mütter das alleine entscheiden können. Also lasst euch nicht zu sehr beeinflußen. Alles darf, was euch und euren Kindern gut tut. Wenn die MAMA glücklich ist, dann sind es die Kinder langfristig gesehen auch. Aber natürlich, ist es jedes Mal eine Herausforderung - Haushalt- Essen kochen- zum Sport gehen oder die Kindern zum Sport fahren, organisieren, Psychologin und Ärztin spielen, die besten Türmchen bauen und Quatsch machen. Alles gehört zum Mamasein. WOW! Was für ein Job - Wie viele Kompetenzen. Hut ab vor jeder Mama auf dieser Welt. Was ihr alles leistet ist einfach unglaublich.
Grenzen - Gefühle - Verbindung
"Kinder brauchen Grenzen!"
Diesen Satz höre ich seitdem ich selbst Mama bin täglich. Und ehrlich gesagt finde ich es mittlerweile sehr amüsant.
Die Bedeutung ist aus meiner Sicht sehr weit interpretier- und dehnbar!
Ja, Kinder brauchen Grenzen - natürlich brauchen sie das. Wir alle (nicht nur Kinder) brauchen oder haben Grenzen!
Erleben wir diese Grenzen nicht ständig im Alltag? Wir auf der Arbeit- die Kinder in der KITA beispielsweise, wo alles durchgeplant ist und jeder sich im KITA Alltag an alle Regeln halten muss. Wir auf der Arbeit- im Straßenverkehr- im gesamten Alltag!
Und das geniale: Unsere natürlichen, unterbewussten Grenzen nehmen unsere Kinder sehr wohl war, oftmals besser als wir selbst, einfach nur weil die Kleinen häufig noch sehr mit sich selbst und ihrer Intuition verbunden sind und ihre Eltern häufig spiegeln und imitieren.
Wann also sollen unsere Kinder denn Ihre eigenen Grenzen - ausprobieren? Ist es nicht vielleicht sogar für ihre Entwicklung gesünder, wenn Kinder selbst merken wo ihre Grenzen sind. Und wo können sie das besser als bei uns?- Der vertrautesten Personen, ihrem Weltbild:-)
Wenn Kinder also, nachdem wir sie aus der Kita abholen bei uns zusammenbrechen und erstmal weinen oder schreien oder toben, zeigen sie uns eigentlich Folgendens ,,Hey Mama/Papa ich musste so viel befolgen heute und ich hab mich so zusammengerissen, da war kein Platz, wenn ich mich Mal traurig war oder mich unfair behandelt fühlte!" Jetzt bist du da und ich lasse alles los, was sich angestaut hat, weil DU mein sicherer Hafen bist!"
Und dann kann es passieren, dass ihre Gefühle so stark sind, dass der Körper reagiert und sie unsere Regeln oder Abläufe, Strukturen nicht sofort befolgen können, weil ihre Kapazitäten einfach leer sind!
Und genau dann in solchen Momenten kommen von Außenstehenden Kommentare wie:
,,Deine Kinder sind ja völlig ausgerastet!"
"Du hast deine Kinder nicht im Griff!"
Die Kommentare die ich häufig höre oder auch die, die meine Klienten beschäftigen stammen tatsächlich oft von Personen, wo Kindererziehung komplett anders wahrgenommen und ausgeübt wurde. Bitte versteht mich nicht falsch. Das ist keine Bewertung oder Verurteilung- lediglich eine Beobachtung. Und diese Personen können es ja auch nicht anders denken, oder es anders wissen, denn zu dieser Zeit war es eben nicht kein priorisiertes Thema. Kinder zu verstehen war kein Ansatz, bzw. es wurde nicht thematisiert. Kinder sollten einfach funktionieren.
Und jetzt haben wir diese Kinder, die funktionieren heute als Erwachsene. Sie sind tolle Menschen keine Frage, sie funktionieren. Jedoch haben viele verlernt zu fühlen und Ihre körperlichen Grenzen zu achten. Warum? Ein Grund könnte sein, dass sie früher oft ihre Gefühle nicht ausdrücken durften und gelernt haben, dass Gefühle nicht gut sind und lieber im stillen Kämmerlein verbleiben sollten.
Und jetzt, wenn diese Personen sehen, dass Kinder ausrasten... können sie womöglich nicht aushalten, wenn Kinder solche Gefühle haben.
Und wer wird dafür verantwortlich gemacht?
Natürlich die Eltern. Sie hätten Ihre Kinder nicht im Griff.
Ja, Kinder rasten aus (Erwachsene übrigens auch:-)). Kinder erleben Gefühle aber intensiver als wir. Sie verarbeiten Gefühle anders, da ihre Gehirnentwicklung noch nicht abgeschlossen ist und der Teil, der für die emotionale Verarbeitung zuständig ist sich noch entwickelt. Das heißt, dass sie mit Ihren Gefühlen nicht so umgehen können, wie wir (das ist wissenschaftlich erforscht!). Sie lernen es noch. Sie lernen schnell, aber sie sind oft überwältigt. Sie brauchen uns als Coregulationsstation!
Vielleicht dürfen wir Ihnen zeigen, was wir mit unseren Gefühlen alles anstellen können. Vielleicht können wir ihnen zeigen, dass z.B. "Wut" auch ausgedrückt und nicht heruntergeschluckt werden kann. Das es gesünder ist diese Wut nicht zu unterdrücken, sondern z.B. die Wut zu katalisieren - z.B. in einen Wutball (weicher Ball) und diesen zu werfen.
Vielleicht können wir ihnen zeigen, dass gesunde Wege gibt mit Gefühlen umzugehen.
Vielleicht können wir uns mit ihnen verbinden statt ihnen zu zeigen, wie gut man Gefühle unterdrücken kann und ihnen sagen, dass wir gerade sehen, dass da viele Gefühle sind. Vielleicht können wir einfach nur da sein und schauen, was wir mit ihnen gemeinsam damit machen.
Vielleicht heilen uns unsere Kinder sogar ein Stück weit, wenn wir uns drauf einlassen können.
Also was ist noch Mal vielleicht das Hauptproblem?
Es sind nicht die wütenden Kinder, die sich vielleicht (noch) nicht anders ausdrücken können.
Also vielleicht hat es weniger mit den Eltern (deren Kindern keine Grenzen kennen zu tun) als der Person die solche Äußerungen von sich gibt.
Wie ein Spiegel zeigen uns diese kleinen Wesen manchmal, was in uns selbst noch geheilt und gesehen werden darf.
Und Puh ... das ist für Eltern eine riesige Herausforderung. Diese Gefühle ihrer kleinen Mäuse aushalten zu können. Sie zu begleiten. Selbst zu heilen und ihren Kindern einen gesunden Umgang beizubringen mit ihren Gefühlen umzugehen.
Wie macht man das denn nur, wenn wir selbst gelernt haben angepasst, möglichst emotionslos (also keine Gefühle nach außen zu zeigen) durchs Leben zu gehen?
Vielleicht struggeln deswegen gerade so viele Mütter - und obendrauf dann noch die Kommentare und Ratschläge der anderen - Herzlichen Glückwunsch!
Vielleicht klopft ihr euch selbst auf eure Schultern, liebe Mamas. Ihr seid nicht falsch. Ihr habt nicht falsch gemacht. Ihr begleitet Kinder in einer Welt voller gestresster und angepasster Erwachsener.
Ihr seid genau richtig für eure Kinder! Und ich bin mir sicher, dass ihr immer eine gute Entscheidung trefft.